Angkor oder what? 5
alte Steine..... aber was für welche!
Weiter auf dem Weg zu dem nächsten Tempel bekam ich plötzlich einen Schweißausbruch und fing das Schlucken an.
Ich konnte noch Stop schreien und sprang, nach dem das Tuck Tuck angehalten hatte, raus und lief in den Wald wo mir mein Frühstück nochmal durch den Kopf ging. Scheiße was hatte ich gekotzt, mein Magen hörte nicht mehr auf zu pumpen. Komplett durchgeschwitzt und mit Tränen in de Augen suchte ich den Rückweg. Mein Fahrer wartete besorgt am Tuck Tuck und fragte mich ob es denn jetzt weitergehen könne. Ich mochte erst mal nicht reden und gab ihn ein Handzeichen für die Weiterfahrt.
Shit was war das denn eben?
Es passiert recht selten das ich Kotze, ich glaube das letzte mal war es in Düsseldorf aber dort musste ich das ganze Altbier loswerden. Ich sah in den Spiegel meine hochrote Rübe, hatte ich etwa einen Hitzeschock? Das kann es ja wohl jetzt nicht sein und wische alle miesen Gedanken beiseite "Wer saufen kann der kann auch Tempelgucken"
ich bin nicht soweit gekommen um jetzt aufzugeben. Einmal musste mein Fahrer noch anhalten und mich in den Wald raus lassen, den ich dann wieder lauthals zusammenbrüllte.
Jetzt bloß viel Trinken, nicht das ich hier doch noch zusammenklappe.
Bei der nächsten Kokosnussverkäuferin meines Vertrauens deckte ich mich erst mal ein.
Und vergaß auch die Kaugummis nicht, ich hatte einen Geschmack in der Fresse, als wenn ich in einen altersschwachen Iltis gebissen hätte. Ich hatte Glück, die Kokosnussmilch blieb dort wo sie hingehörte und landete nicht mehr in dem Wald.
Die Fahrt ging weiter bis zum Süd Tor des Angkor Thom Gelände, dem alten Königspalast.
Aber Hallo, die konnten früher Brückengeländer bauen. Wieder die 7 Köpfige Kobra mit jeder Menge Schwanzträgern hinten dran. Mein Leiden war wie weggeflogen, sprang aus dem Tuck Tuck und knipste wie ein außer Kontrolle geratener Japaner.
Wow, das hatte doch "Gesicht" ein Süd Tor ganz nach meinen Geschmack
"Nicht schlecht" dachte ich, ich mir aber nicht sicher ob die Gänsehaut, die ich verspürte, noch von meinen beiden Waldspaziergängen herrührte. "Wenn die hier schon so verschwenderisch mit den Sandsteinen umgehen was mag sich wohl dahinter verbergen?"
Magische Orte
Als erstes verbirgt sich der Bayon Haupttempel der alten Königsstadt Angkor Thom dahinter. Mit meinen Tuck Tuck Fahrer machte ich ein treffen beim einem kleinen Restaurant aus und ging zum Tempel.
Bayon
An jedem der heute noch 37 existierenden Türme,
sind 4 Gesichter abgebildet die nach den
4 Himmelsrichtungen ausgerichtet sind
und mich anstarrten.
Mir lief ein Schauer über den Rücken.
Außer ein paar Restaurier war die Anlage Menschenleer. Ich betrat den Eingang.
und ließ die alten Steine auf mich wirken.
Und wie sie wirkten, eine Gänsehautattacke nach der anderen überfiel mich, während ich mit offenen Mund durch die Anlage stolperte.
Überall diese Gesichter, es gab kein Ort im Tempel wo man nicht unbeobachtet war
Es war immer ein und dasselbe Gesicht aber immer mit einem anderen Ausdruck abgebildet. Ich war fasziniert und traute mich kaum zu atmen weil ich befürchtete, das ich dadurch die Ausstrahlung dieses Ortes vernichten könnte.
In einer kleinen Nische stand eine alte Nonne neben einer Buddhafigur. Die Alte hatte ein rotes rundes Symbol auf der Stirn was ich bei Nonnen noch nie gesehen hatte. Sie muss wohl meinen leicht verwirrten Zustand bemerkt haben und befahl mir mich vor der Figur hinzuknien. Ich gehorchte auch willenlos die Anordnung einen Wai zu machen und sie steckte mir drei Räucherstäbchen zwischen die Hände und murmelte ein Gebet. Nach einer Minute wurde ich entlassen und durfte weiterziehen. Später wollte ich, nochmal zurück weil ich ganz vergessen habe ein Foto zu machen, fand aber den Platz nichtmehr in dem Labyrinth der Gänge.
Ich suchte noch ein Weilchen, gab es aber dann auf "vermutlich hat mir die Sonne schon mein Hirn weichgebraten" dachte ich verärgert und sah mir die die großen Reliefs die den Tempel umgeben an.
Schade schade, ich bedauerte das ich zur falschen Tageszeit hier war. "Es ist ein denkbar schlechtes Licht zum Fotografieren" sagte ich betrübt zur mir selbst und suchte mein Tuck Tuck.




















