Angkor oder what? 7
Das Ende naht
Weiter ging es durch das Victory Gate, endlich konnte ich ein Weilchen sitzen. Gerade als ich es mir so richtig bequem gemacht habe, bog mein Taxiknecht links ab und stoppte das Gefährt. "Wow, ein Tempel und das hier! Das hätte ich aber nicht erwartet." flachste ich rum und musterte das Objekt erst mal aus der Ferne.
Ein Grinsen konnte er sich nicht verkneifen, zu mal ich noch fast in die Knie ging als ich aus dem Tuck Tuck sprang. Durch das kurze sitzen waren meine Füße doch ein wenig angeschwollen und ein leichtes ziehen ging durch meine Wade. Während er mir erklärte das es sich hier um den Thommanon Tempel handelte, klopfte ich mit meiner Faust auf meiner Wade rum, ohne den Tempel außer Augen zu lassen.
Nicht weit zu laufen, kaum Treppen, klein und handlich... Passt!
Ich humpelte los.
Mein Tempelspiegel im Blut war eigentlich schon übersättigt aber den Lütten hier wollte ich noch mitnehmen, so zum abtrainieren quasi.
Der Lütte war schnell abgehakt.
Mir reichte es wirklich, mehr Tempel war nicht drin an einem Tag und so instruierte ich den Fahrer, mir keine Gebäude mehr zu zeigen. "Zurück zum Hotel?" "Nein, Bäume!" erwiderte ich und tippte mit dem Finger auf die Deichselkarte wo Ta Prohm ist. "Sausa will große Bäume sehen" Ich schmiss mich auf die Sitzbank und reckte mich ausgiebig. Schluss, aus, vorbei, das eine Ding noch und dann reicht es. Nach 5 Minuten Fahrt hielt er mitten im Jungle, ich dachte er muss mal Schiffen also kümmerte ich mich nicht weiter drum. Nach einiger Zeit frage ich ihn was den los sei und er zeigte nur nach links.
Ein schönes Beispiel, das Natur nicht nur zerstörerisch ist.
Eine alte Brücke oder was auch immer, nur noch zusammengewürgt von dem Wurzelwerk einer Würgefeige.
Und diese beiden Kollegen hier, deren Name ich nicht kenne aber irgendwie witzig aussehen.
Die Mission
Endlich wieder im Tuck Tuck, glücklicherweise dauerte jetzt die Fahrt ein wenig länger. Leider wurden meine Füße, je länger die Fahrt dauerte auch immer dicker und ich freute mich jetzt schon auf den nächsten Bodenkontakt wenn die beiden meine 75 kg tragen müssen. Quietsch und stop, noch blieb ich aber sitzen. Erst beim briefing meines Fahrers pellte ich mich langsam aus dem Gefährt. Erst ein Fuß, dann der andere und nun volles Gewicht, geht doch. Mein Taxiknecht vergewisserte sich noch das ich den pickup point im Kopf hatte und schickte mich in den Jungle zu meiner letzten Mission.
"Du wolltest Bäume? Da sind sie, hol sie dir!"
schon verschwand ich mit meiner "M 5d" hinter dem Tor und war zwischen den Strömen asiatischer Touristen nicht mehr auszumachen.
Das Ziel meiner Mission war eindeutig. Ausgerüstet mit den im Navi eingespeicherten Koordinaten* hatte ich das Ziel, Buddha`s Frame, auszumachen und mit meiner "M 5d" endgültig abzulichten. Danach mich zum pickup point zu begeben um später, wenn der Kurier mich zurückgebracht hat, mich unter die einheimischen Karakokesängerinnen zu mischen, zudenen mich ein thailändischer Agent führen wird, den ich an der Bar meines Hotels treffen werde.
(ja...ja ich weiß die Sonne ;)
Es war nicht einfach sich aus dem Strom der Touris rauszuwinden um ungestört seiner Mission nachzugehen aber danach ging ich meine eigenen Wege.
* nochmals meinen Dank an Absti
bis ich keinen Menschen mehr gesehen habe.
was war das? ein Zeichen?
also machte ich einen U-turn der mich wieder an die Tempelmauer zurückbrachte.
die Bäume wurden immer größer mein Ziel konnte nicht mehr weit sein und ich holte mir jeden.
endlich ich hatte den Zugang zum Tempel gefunden
und stürmte ihn aber was musste ich sehen? da waren sie wieder, die Touris.......
Noch hatte ich etliche Meter Luftlinie bis zum Buddhas Frame zu überwinden. Einfach war es nicht denn überall lauerten Gefahren.
Von "einstürzenden Neubauten"
über Schutthalden
zu richtig miesen Fallen.
Die Erbauer hatten sich richtig was einfallen lassen um ihr Heiligtum zu schützen. Aber ich überwand die kleinen lächerlichen Hindernisse und erreichte mit heiler Haut den Innenhof. Dort erblickte ich die wahren Herrscher dieses Tempels und Spuren der der alten Zivilisation die hier vertrieben wurde.
Noch ein paar Meter und ich stand vor meinem Ziel. Buddhas Frame
(rückseite)
beeindruckend, fast vergaß ich meine Aufgabe besann mich aber doch noch und beendete ein Teil meiner Mission. Noch in Gedanken suchte ich den Ausgang aber ein Anblick riss mich in die Wirklichkeit zurück.
Der Tag war noch nicht vorbei, es gab noch verschiedene Dinge zu erledigen. Mein Taxiknecht wartete am vereinbarten Ort.Ich musste ihn aber am losfahren hindern, denn ich gab erstmal ein Pils aus. "Das lang ersehnte Feierabendbier" dachte ich und wischte mir eine kleine Träne weg, ein wahrlich göttlicher Trunk.



























