Wat Lan Kuat, der eine Millionen Flaschentempel
Nach meiner Tour durch das wilde Camboland
hatte mich mein Kumpel Hainerle am Grenzübergang
Along Veng heil aber doch etwas zerknautscht in
Empfang genommen.
Wir machten es uns auf der Ladefläche eines
gecharterten Pickups bequem, Kim (das Geburtstagskind)
und Sophie bevorzugten ebenfalls den Platz
auf der Aussichtsplattform.
In Hainerles Heimatdorf La Lom musste ich mich erstmal ein paar Tage ausruhen. Sato (selbst gemachter Reiswein ähnlich dem Federweißen) und Bier floss in Strömen aber etwas fehlte. Durch meine Überdosis an Tempeln in dem oben genannten Land, hatte ich sowas wie Entzugserscheinungen. Hainerle erkannte den Ernst der Lage sofort und machte den Vorschlag am nächsten Tag zu dem Wat Lan Kuat, den eine millionen Flaschentempel, zu fahren. Ich erinnerte mich an einen Bericht im Thailandreport und das Member Psychopath auch schon mal die Strapazen der Reise zu dem Mekka für die Freunde eines edlen Tropfens, auf sich genommen hatte und war sofort Feuer und Flamme. Wir hoben unsere Becher, gefüllt mit Reis in seiner flüssigsten Form und Besiegelten die Tour. Den Rest des Tages bereiteten wir die Fahrt, in stiller Meditation, gebührend vor und nur das Geräusch von sich öffnenden Kronkorken unterbrach die andächtige Ruhe. Wir wollten schließlich auch unseren Beitrag zur Erhaltung des Tempels leisten. Nächsten Tag war es soweit, wir sattelten die Airblade und rauschten los.
Nach 50km erreichten wir die den See von Khun Han.
und 10 min. später standen wir vor dem Tor
keine 200 Baht Eintritt und die Tempelanlange war Menschenleer. So mag es der Sausa.
Wir fuhren rein und schauten uns um.
alles aber auch alles war mit Lipo- , Bier- und Whiskybuddeln verkleidet selbst der Wasserspeicher
Wir liefen weiter und fanden die Unterkünfte der Mönche die in einem merkwürdigen Stil gebaut waren.
Irgendwas stimmte aber mit diesem Haus nicht ich bin aber leider nie dahintergekommen was es war und grüble immernoch, vielleicht ist es ja ein Backpacker-Guesthouse.
Dort stand er, der Haupttempel
Aber erst musste man an dem Krematorium vorbei.
Der Tempel steht auf Säulen in einem künstlich angelegten See der, wie kann es auch anders sein, eine Flaschengrüne Färbung hatte. Wie sie das hinbekommen habe weiß ich nicht aber bestimmt nicht mit chemischen Mitteln da es von fetten Fischen nur so wimmelte.
Wir liefen erst mal um das Gebäude rum und fanden an der Frontseite eine kleine Brücke und den Eingang.
Im Tempel bewunderten wir erst mal das Glasmosaik und konnten einen weiteren Vorzug dieser seltsamen Hausverkleidung feststellen. Es war angenehm kühl auch ohne Klimaanlage.
Was der Isaan einem doch manchmal für Überraschungen preisgibt. Ich war beeindruckt
und sponserte reichlich in die Tipbox.
Draußen stellten zwei Mädchen den
Hollywoodklassiker
"Schildkröte versus Streifenhörnchen"
nach und ich war gespannt was es noch so für Gebäude in diesem Wat gibt. Weiter draußen fanden wir eine weitere Sammlung. Hätten wir das doch vorher gewusst, was hätten wir nicht alles zur Erhaltung des Tempels beitragen können! Zu mindestens hätte man von unserer Spende das Backpacker-Guesthouse vollständig verkleiden können.
Aber man kann ja nicht alles wissen, selbst nach eingehender Beratung konnten wir uns nicht zu einer Spontanziehung durchringen da wir noch ein paar Km vor uns hatten. Da hat man schon die Möglichkeit für eine
gute Sache zu saufen und dann .....
An der Mauer entdeckte ich eine Merkwürdige Art der Flaschenverarbeitung.
Tut das Not das man so einen Wat absichert, ich war doch ein bischen enttäuscht, andererseits ist das halt eine kompromisslose Lösung, was soll`s es geht mich nix an.
Ein paar Meter weiter stand sie, die keramische Abteilung. Endlich, da ich alle Gebäude immer nach dem Donnerbalken beurteile, musste ich hier auch meine Nase reinstecken.
Etwas Anrüchiges hab ich dort aber auch nicht gefunden, der Thron war zwar nicht nach meinem Geschmack aber alles war blitz blank geputzt.
Nach dem wir den Glockenturm und die Aussicht bewunderten,
stand noch ein Besuch des Wateigenen Dattelautomaten an.
Es war Zeit zum Aufbruch. Auf der Rücktour machte ich noch ein paar Isaanpics und abends beim Pils war der brummende Hintern schon wieder vergessen aber nicht dieser Wat.
Das war mein kleiner Ausflug zum Wat Lan Kuat. Geplant ist noch ein kleiner Fotobericht von Kim`s Geburtstag im Isaan (dem Reispott Thailands ;), auf meiner Reise im März 07.



































